Jedes Jahr die gleiche Frage: was wünsch bzw. schenke ich mir zu Weihnachten? Das muss ich wohl gedacht haben, als ich mir am rechten Fuß eine Blase gelaufen hatte - just genau an der Stelle, wo es links anfing, Probleme zu machen.

Ich war gerade bei der Fußpflege, als die Podologien mir das mitteilte. Da schau her. "Da bin ich bin schon ein richtiger Experte für Quantenheilung geworden, aber alles ohne großen er Hokuspokus oder Esoterik, sondern alleine durch logisches Denken", dachte ich, als ich das hörte. Ich war darüber natürlich alles andere erbaut, doch ich hatte ja den Vorfußentlastungsschuh noch gerade rechtzeitig, als das alte der linke Fuß quasi abgeheilt ist, standen jetzt just in time zu Verfügung. Und siehe da. Dieser Schuh war auch bei der Blase recht hilfreich. Ich trug ihm einfach einige Wochen. Es gibt ihn übrigens schon für 32,80 €.

Das war Anfang November und der linke Fuß war gerade ausgeheilt, so dass ich ihn quasi just in time zur Verfügung hatte. Erst eine Woche später fing ich an, ihn zu tragen, und es dauerte noch drei weitere Tage, bis ich mich wieder in der Gefäßchirurgie vorstellte. Es passte einfach terminlich nicht früher. Jetzt, Mitte Dezember, ist die Blase so gut wie verschwunden. Und das für vieeel weniger als 15.000 €. Wenn die Ärzte nur damals genauso ge- und vor allem nachgedacht hätten, wäre der Krankenkasse viel Geld und mir einiges an Ungemach erspart geblieben gewesen.

Erst im Frühjahr 2017 erfuhr ich übrigens, dass ich bei mir ein Charcot-Fuß entwickelt hat. Dabei brechen Knochen unbemerkt, ohne dass die Betroffenen Frakturschmerzen empfinden, sodass eine Orthese besser gewesen wäre. Das ist so ein Skischuh, der als Gipsersatz verdnet wird und dem Patienten die Mobilität erhalten soll. Zudem erspart es den Krankenkassen teure Krankenhausaufenthalte. Kosten: knapp 200,00 €). Als ich in der Fußamulanz des EvK in Herne vorstellig wurde, verpasst mir der dortige Doktor so ein Gerät.  Es hat so was Kommunikatives, ist es doch ein schmuckes Teil, auf das mich jeder anspricht, wenn ich vor die Tür gehe. Ich mache mir zuedem immer einen Spaß daruas wenn ich den verduzten Leuten hinterher erkläre, dass es nur eine kleine Blase ist, die ich mir gelaufen hatte. "Ach, sowas kriegt man dann verschrieben?" fragen die Passanten erstaunt. "Ja, aber nur dann, wenn man einen Charcot Fuß hat!", entgegne ich dann immer.

Das einzig sichtbare und dauerhaft bleibende Zeichen ist eine 15 Zentimeter lange Narbe am linken Oberschenkel.  Macht nix, denn ich werde nicht in Selbstmitleid zerfließen, sondern kraftvoll gegen die Zukunft blicken. Zu diesem Zweck habe ich mit eine musikalischen und filmischen Eigentherapie bekonnen. Klicken Sie auf den Link, und Sie, wie so etwas gehen kann.die auch noch besichtigt und bemalt werden kann. Oder vielleicht lässe ich sie ja noch tätowieren. Wer weiß?

Zudem plane ich, meinen Fuß öffentlich auszustellen und in vielen Menschen zu zeigen, um zu zeigen/dokumentieren, was für eine gute "Quantenheilung" ich habe bzw. quasi an mir selbst vollzogen habe.

Denn ich finde, diese Schöneit muss man einfach sehen, finde ich, und habe ihm daher diese bekannte Ode an meinen Fuß geewidmet. Vielleicht findet sich ja auch ein Regisseur ich der sich vorstellen kann, einen Film draus machen? Ein Vorbild gibt es ja schon!

Dazu werde/möchte ich mit Künstlern zusammenarbeiten, und ihn der Öffentlichkeit zu zeigen. Kunstinteressierte können ihn abzeichnen bzw. Variationen daraus machen. In der Zwischenzeit, werde ich bei einem Gläschen Wein oder Tässchen Bier die Teilnehmerinnen vorlesen, gerade in Behinderten steckt ein erhebliches künstlerisches Potenzial. Ziel soll sein, dabei zunächst einmal die Prozess- und Anwaltskosten zu finanzieren, um das Prosper-Hospital auf Schadenersatz zu verklagen und den Ärzten die Approbation zu entziehen. Zugleich möchte ich auch anderen Betroffenen von Ärztemurks Mut machen, sich zu wehren und den Herren Doktores kräftig in den Allerwertesten zu treten, denn für das Geld, was einem in diesem Fall geboten wurde, hätte man ganz schön in Urlaub fahren und Aloha machen können. 

in diesem Sinner never surrender! Und auf keinen Fall schmollen und sich einigeln!

 

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Therapievorschläge, Verhaltenstipps, z.B.:

+ Bitten Sie einen Paten um Hilfe, der Sie rächt und ihnen Gerechtigkeit verschafft.

+ Knüpfen Sie Seilschaften und vernetzen Sie sich mit Betroffenen, um sich gegenseitig auszutauschen. Nur gemeinsam ist man stark!

+ Reden Sie klar und deutlich mit den Ärzten (– und anderen schwerhörigen Zeitgenossen)

+ Lernen Sie ein Instrument zu spielen, das die Nerven beruhigt.

+ Wehren Sie sich und holen Sie notfalls externe Hilfe um den Patientenfickern das Handwerk zu legen und solche Skandale öffentlich machen!

+ Ändern Sie Ihr Leben und lassen Sie sich nicht alles gefallen. Denken Sie daran: Gute Menschen kommen in den Himmel. Böse überall hin!

 

Und Seien Sie vorsichtig gegenüber Therapeuten, die versuchen, Ihnen etwas einzureden, und Ihnen so das Elend schmackhaft zu machen. Oftmals tun sie es, weil sie gut von den Krankenkassentöpfen leben, und mit denen sie es sich nicht verderben wollen. Das ist neumodisches Psychogeschwafel und braucht kein Mensch. Zu dieser "Resilienz" genannten Mode meint Thomas Gebauer, Geschäftsführer von medico international: "Selbstverständlich ist es notwendig, Menschen dabei zur Seite zu stehen, sich vor Katastrophen und Krisen besser schützen zu können. Absurd aber wird es, wenn das Bemühen um „Disaster Preparedness“ zur Rechtfertigung dafür herhalten muss, nichts mehr gegen die Ursachen von Krisen - z.B. gegen den Klimawandel oder die wachsende soziale Ungleichheit - tun zu müssen."

Ich war auch mal kurz bei so einem Menschen und habe ihn gefeuert. Er hat noch nicht einmal diese Seite angesehen. Dacht wohl eher an den schnellen Euro, den er an mirverdienen konnte, aber da. Also: Besser renitent als resilient!